Wer mit über 50 einen Baum pflanzt, denkt anders darüber nach als mit 30. Die Frage lautet nicht mehr nur, wie schön ein Baum aussieht. Es geht darum, wie viel Arbeit er macht, wie schnell er Schatten spendet und ob er auch in zehn Jahren noch ohne Leiter zu pflegen ist.
Gerade für Menschen, die ihren Garten langfristig genießen wollen, ohne sich regelmäßig mit schwerem Gerät abzumühen, lohnt sich eine durchdachte Baumwahl. In Deutschland eignen sich über 600 verschiedene Baumarten für Privatgärten. Die Unterschiede in Pflegeaufwand, Wuchshöhe und Wurzelverhalten sind dabei enorm.
Eine gute Anlaufstelle für die Auswahl ist die Venovi Baumschule in Ahaus, die auf 160 Hektar Anbaufläche mehr als 600 Sorten kultiviert und bundesweit liefert. Doch bevor man bestellt, sollte man wissen, worauf es bei der Wahl wirklich ankommt.
Kugelbäume bleiben kompakt und überschaubar
Nicht jeder Baum muss 15 Meter hoch werden. Kugelbäume wie der Kugelahorn (Acer platanoides ‚Globosum‘) erreichen eine Höhe von etwa vier bis sechs Metern und behalten ihre runde Form weitgehend ohne Schnitt. Das spart Zeit und macht eine Leiter in den meisten Fällen überflüssig.
Die Kugelrobinie (Robinia pseudoacacia ‚Umbraculifera‘) wächst langsam, verträgt Trockenheit gut und wirft im Herbst vergleichsweise wenig Laub ab. Für Gärten unter 200 Quadratmetern sind solche kompakten Formen oft deutlich sinnvoller als ausladende Linden oder Eichen.
Bei der Pflanzung sollte man auf die Stammhöhe achten. Eine Stammhöhe von 200 bis 220 Zentimetern ermöglicht es, bequem unter der Krone hindurchzugehen und den Bereich darunter auch mit eingeschränkter Beweglichkeit zu pflegen.
Obstbäume mit Bedacht auswählen
Ein Apfelbaum im eigenen Garten klingt idyllisch, bedeutet aber auch Arbeit. Fallobst muss aufgesammelt werden, Schädlinge wollen kontrolliert sein, und der Schnitt erfordert Fachwissen. Wer sich trotzdem Obst im Garten wünscht, sollte auf Spalierformen setzen, die an einem Gerüst oder einer Wand gezogen werden und schmal sowie niedrig bleiben.
Spalierobstbäume lassen sich im Stehen oder mit leichtem Bücken abernten. Sorten wie ‚Elstar‘ oder ‚Conference‘ (Birne) eignen sich dafür besonders gut. Verschiedene Online-Baumschulen, darunter auch Venovi aus Ahaus, führen solche vorgeformten Spalierbäume, die bereits mit einem Grundgerüst geliefert werden.
Der Vorteil liegt nicht nur in der Ernte. Spalierbäume nehmen wenig Platz weg und können sogar als Sichtschutz dienen. Entlang einer Grundstücksgrenze gepflanzt, ersetzen sie in Reihenhausgärten manchmal sogar den Zaun.
Immergrüne Bäume sorgen für Struktur im Winter
Ein Garten, der zwischen November und März kahl und leer wirkt, kann auf die Stimmung drücken. Immergrüne Bäume wie die Stechpalme (Ilex aquifolium) oder die Eibe (Taxus baccata) bringen auch in der kalten Jahreszeit Farbe ins Bild. Die Eibe wächst zudem nur etwa 20 bis 30 Zentimeter pro Jahr und lässt sich leicht in Form halten.
Nadelbäume wie die Schwarzkiefer (Pinus nigra) vertragen Hitze und Trockenheit besser als viele Laubbäume. Angesichts der zunehmend heißen Sommer in Deutschland, wie sie der Deutsche Wetterdienst seit 2018 regelmäßig dokumentiert, wird Trockenheitsresistenz bei der Baumwahl immer relevanter.
Beim Pflanzen immergrüner Bäume ist der Standort entscheidend. Direkt an der Terrasse können sie im Winter Schatten werfen, wo man eigentlich Sonne möchte. Ein Abstand von mindestens drei Metern zur Sitzfläche hat sich in der Praxis bewährt.
Worauf es beim Kauf wirklich ankommt
Die Qualität eines Baumes zeigt sich nicht am Preis allein, sondern am Wurzelwerk und an der Stammstärke. Bäume mit einem Stammumfang von 10 bis 12 Zentimetern gelten als etabliert genug, um schnell anzuwachsen, sind aber noch handlich genug für den Transport. Eine Anwachsgarantie, wie sie etwa der Familienbetrieb Venovi mit über 160 Jahren Baumschultradition anbietet, gibt zusätzliche Sicherheit beim Kauf.
Containerbäume lassen sich ganzjährig pflanzen, Wurzelballen hingegen nur von Oktober bis April. Für Gartenbesitzer, die nicht bei Frost im Garten graben möchten, sind Containerbäume daher oft die praktischere Wahl. Die Pflanzung selbst erfordert ein Loch, das doppelt so breit und eineinhalbmal so tief wie der Ballen ist.
Wer unsicher ist, kann sich bei vielen Online-Baumschulen telefonisch beraten lassen. Das erspart den Weg ins Gartencenter und ermöglicht eine gezielte Auswahl vom Sofa aus. Gerade bei größeren Bäumen übernimmt der Anbieter oft auch die Lieferung bis vor die Haustür, was den Rücken schont und den gesamten Aufwand spürbar reduziert.
