Der Umzug in ein Pflegeheim oder eine Senioreneinrichtung stellt eine große Umstellung dar, die viel mehr organisatorischen Aufwand mit sich bringt, als man allgemein denkt. Neben den Vollmachten, Verträgen für Versicherungen und Pflegeleistungen u. a. ist dabei zuvorderst auch an das Beschriften der Kleidung und Dinge zu denken.
Warum Beschriftung in Pflegeeinrichtungen so entscheidend ist
In Pflegeheimen wird die Wäsche vieler Bewohner gemeinsam gewaschen und anschließend sortiert. Ohne eindeutige Kennzeichnung ist es für das Pflegepersonal nahezu unmöglich, jedes Kleidungsstück korrekt zuzuordnen. Hemden, Hosen, Pullover und Unterwäsche sehen sich oft ähnlich, und gerade bei Demenzerkrankungen können Bewohner selbst keine Auskunft darüber geben, was ihnen gehört.
Für diesen Zweck eignen sich Namensetiketten für Kleidung, die direkt in Textilien angebracht werden und auch bei häufigem Waschen dauerhaft haften. Sie lassen sich mit Namen, Zimmernummer oder Telefonnummer beschriften, sodass jedes Stück eindeutig einer Person zugeordnet werden kann. Das schützt nicht nur vor Verlusten, sondern erleichtert dem Pflegepersonal die tägliche Arbeit erheblich.
Neben Kleidung sind es aber auch persönliche Gegenstände, die im Alltag einer Einrichtung leicht durcheinandergeraten. Brillen, Gehhilfen, Tablets oder Telefone werden häufig in Gemeinschaftsbereichen abgelegt und sind ohne Beschriftung kaum eindeutig zuzuordnen.
Welche Arten von Etiketten für welche Gegenstände geeignet sind
Je nach Material und Nutzungsart eines Gegenstands unterscheiden sich die geeigneten Etiketten deutlich. Grundsätzlich lassen sich drei Kategorien unterscheiden:
- Bügeletiketten für Textilien: Diese Etiketten werden mit einem Bügeleisen direkt in die Kleidung eingebracht. Sie haften auf nahezu allen Stoffen und überstehen auch industrielle Waschgänge, wie sie in Pflegeeinrichtungen üblich sind. Geeignet sind sie für alle gängigen Kleidungsstücke von T-Shirts bis Jacken, also überall dort, wo direkte Wärmezufuhr möglich ist.
- Textilaufkleber: Wer keine Möglichkeit hat oder möchte, Bügeleisen einzusetzen, kann auf selbstklebende Textilaufkleber zurückgreifen. Diese werden auf die Pflegeetiketten im Innenfutter der Kleidung geklebt, also auf die kleinen Polyester-Schildchen mit der Waschanleitung. Sie eignen sich auch für Jacken, Taschen oder Regenschirme.
- Mini-Aufkleber für harte Oberflächen: Für Gegenstände aus Kunststoff, Metall oder Glas kommen Aufkleber zum Einsatz, die auf glatten, festen Untergründen haften. Typische Anwendungsfälle sind Brillen, Mobiltelefone, Tablets, Gehhilfen oder Wasserflaschen.
Was bei der Beschriftung angegeben werden sollte
Die Frage, welche Informationen auf ein Etikett gehören, hängt von den Gepflogenheiten der jeweiligen Einrichtung ab. Viele Pflegeheime empfehlen eine Kombination aus vollem Namen und Zimmernummer. Auf diese Weise kann Wäsche sowohl beim Waschen als auch beim Verteilen korrekt zugeordnet werden.
Einige Einrichtungen ergänzen die Beschriftung um eine Telefonnummer, etwa die einer Kontaktperson oder der Einrichtung selbst. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Gegenstände außerhalb des Heims genutzt werden und im Verlustfall zurückgeführt werden sollen.
Wer die Beschriftung vorbereiten möchte, sollte dies möglichst vor dem Einzug oder kurz danach erledigen. Erfahrungsgemäß ist der erste Monat in einem Pflegeheim organisatorisch besonders intensiv, sodass es sich lohnt, diese Aufgabe frühzeitig einzuplanen. Ein strukturiertes Vorgehen, bei dem zunächst alle Kleidungsstücke gesichtet und dann Stück für Stück beschriftet werden, hat sich als praktikabel erwiesen.
Praktische Planung: Mengen und Vorbereitung
Für einen vollständigen Umzug in eine Pflegeeinrichtung braucht es in der Regel eine größere Menge an Etiketten unterschiedlicher Art. Eine grobe Orientierung: Ein durchschnittlicher Kleiderschrank eines Pflegeheimbewohners umfasst oft 30 bis 50 Kleidungsstücke, dazu kommen zehn bis zwanzig persönliche Gegenstände.
Es empfiehlt sich, die Etiketten gebrauchsfertig beschriftet zu bestellen, also mit dem genauen Namen und der gewünschten Zimmernummer. Viele Anbieter ermöglichen das direkt bei der Bestellung. Das spart Zeit und stellt sicher, dass die Beschriftung lesbar und einheitlich ist, was gerade für Pflegepersonal, das täglich mit vielen Bewohnern zu tun hat, einen echten Unterschied macht.
